Drüsen HS Als Drüse (lateinisch Glandula) wird in der Anatomie ein Organ bezeichnet, das eine (chemische) Substanz produziert und über Sekretion (wenn sie anderswo im oder am Körper Verwendung findet) oder Exkretion (wenn sie aus dem Körper ausgeschieden werden soll) ausschüttet.

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Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde, erstmals durch den französischen Physiologen Claude Bernard, zwischen innerer Sekretion und äußerer Sekretion unterschieden.

 

Als Sekretion (lateinisch secretio „Absonderung“, Verb sezernieren von lat. secernere „absondern“) wird die Abgabe von flüssigen Stoffen, die (im Gegensatz zum Exkret bei der Exkretion) eine bestimmte Funktion erfüllen, durch einzelne Zellen oder Drüsen bezeichnet. Das Sekret wird unwillkürlich abgeschieden; die Regelung geschieht durch das vegetative Nervensystem sowie durch Rückkopplungsmechanismen, an denen teilweise Hormone beteiligt sind.

 

Als Exkretion (lateinisch excernere „ausscheiden“) wird die Abgabe von überflüssigen Stoffwechselprodukten aus dem Körper an die Umwelt bezeichnet. Der Vorgang wird oft auch einfach Ausscheidung genannt, doch werden darunter auch Sekretionsleistungen und alle andere Abgaben des Körpers verstanden. Exkretion umfasst die Abgabe gelöster Bestandteile, die Defäkation festerer Bestandteile und die Abgabe gasförmiger Bestandteile, die der Körper nicht mehr benötigt.

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