Geheimsache 09/11

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  • Erstellungsdatum 28. April 2022
  • Zuletzt aktualisiert 28. April 2022

Geheimsache 09/11

Hintergründe zum 11. September und die Logik amerikanischer Machtpolitik
von Nafeez M. Ahmed 2002

DAS STRATEGISCHE KONZEPT HINTER DEN US-KRIEGSPLÄNEN
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Und ein FBI-Mitarbeiter berichtete dem Enquirer: »Enron und Unocal investierten Hunderte Millionen Dollar in ihre Afghanistangeschäfte und die Taliban. Die Pipeline würde unsere Abhängigkeit von Saudi-Arabien verringern - und Enron würde dabei Milliarden verdienen. Obwohl Clinton 1998 bin Ladens Stützpunkte in Afghanistan bombardierte, ließ Enron den Taliban und den Beauftragten von bin Laden Geld zu- kommen, um das Pipelineprojekt am Leben zu erhalten. Es ist völlig ausgeschlossen, dass zu jenem Zeitpunkt noch einer der Akteure
nichts von den Verbindungen zwischen den Taliban und bin Laden gewusst haben könnte, zumal auf den Enron-Gehaltslisten auch CIA-Agenten standen!«

Andere Quellen zeigen, dass wichtige Mitarbeiter und Geheimdienstleute mehrerer US-Regierungen über den Enron-Flirt mit den Taliban - folglich auch mit al-Qaida - genau Bescheid wussten und die Aktivitäten des Unternehmens in dieser Region aktiv unterstützten. »Ein abgefangenes al-Qaida- Dokument beweist, dass US-Energieuntemehmen heimlich mit den Taliban über den Bau einer Pipeline verhandelten«, berichtet der amerikanische Rechtsanwalt und
frühere Staatsanwalt im Justizministerium John Loftus. »Das Dokument gelangte in die Hände des FBI, aber die Weitergabe an andere Institutionen wurde untersagt, um Enron zu schützen. «
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Die Bush-Regierung intensivierte diesen Verhandlungsprozess mit den Taliban unmittelbar nach der Amtseinführung des Präsidenten im Januar 2001. Diplomaten der USA und der Taliban trafen sich im Februar 2001 mehrmals in Washington, Berlin und Islamabad. Das letzte Treffen zwischen US- und Taliban-Vertretern fand im August 2001 statt - fünf Wochen vor den Angriffen auf New York und Washington. Christina Rocca, damals Leiterin der Zentralasien-Abteilung im amerikanischen Außenministerium, traf in Islamabad den Botschafter der Taliban in Pakistan. Die Bush-Regierung betrachtete diese Verhandlungen offensichtlich - so wie die Regierung Clinton - als
letzten Versuch, so etwas wie eine funktionsfähige Beziehung zum Regime der Taliban  ufrechtzuerhalten. Die Erkenntnis, dass die Taliban nicht in der Lage sein würden, die Sicherheit im Land durch »Eroberung« zu gewährleisten, verband die amerikanische Seite nun mit der Hoffnung, das Regime werde einer gemeinsamen Regierung mit den anderen Gruppierungen zustimmen. Die USA schienen sich aber darüber im Klaren zu sein, dass eine solche Lösung extrem unwahrscheinlich war.
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