Theoretische Grundlagen für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit

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  • Erstellungsdatum 25. Januar 2023
  • Zuletzt aktualisiert 25. Januar 2023

Theoretische Grundlagen für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit

Begriffsdefinition

Der Begriff „Netzwerk“ bezeichnet Bündnisse unabhängiger Akteure, die sich vorübergehend zusammenschließen, um Ziele zu erreichen bzw. Problemlösungen zu erarbeiten (Mayntz, 1993; Schubert, 1995). Das Netzwerk bietet hierbei die notwendigen Strukturen, um Beziehungen zwischen den Akteuren herzustellen und gemeinsam gesetzte Ziele zu verfolgen. Die Akteure innerhalb eines Netzwerks können Individuen, Gruppen, Organisationen oder Institutionen sein; sie bringen jeweils unterschiedliche Fähigkeiten, Motivationen sowie Ressourcen ein und sind über das Netzwerk miteinander verbunden (Aderhold, Meyer & Wetzel, 2005).

Eine erfolgreiche Vernetzung der Akteure führt zu produktiven Synergieeffekten (BIBB, 2005). So können zum einen Informationen, Erfahrungen sowie Ideen ausgetauscht und zum
anderen Ressourcen (z. B. Räumlichkeiten und Personal) geteilt und damit Parallelaktivitäten bzw. -investitionen vermieden werden (UK NRW, 2014). Komplexe, für den Einzelakteur schwer oder gar nicht zu bewältigende Aufgaben werden somit realisierbar. Diesen Vorteilen stehen auch einige Nachteile gegenüber: Neben dem hohen Zeitaufwand für Abstimmungs- und Steuerungsprozesse besteht die Gefahr, dass sich Akteure im Rahmen der Kooperation kurzfristige Vorteile verschaffen, die sich ungünstig auf die anderen Kooperationspartner auswirken (Schubert, 1995).

Grundsätzlich gilt, dass Netzwerke effektive, aber zeitlich begrenzte Einrichtungen sind. Sobald ihr Daseinszweck erfüllt ist – also die gesetzten Ziele erreicht wurden – entfällt die Notwendigkeit, sie weiterhin aufrechtzuerhalten.

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