Mein Zustand 2012

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Leistungsabfall

Als Kind war ich ständig im Freien unterwegs und habe mit anderen Kindern die Trümmern der Stadt Frankfurt erkundet. Als Jugendlicher bin ich viel Fahrrad gefahren, bis ich einen eigenen PKW hatte. Ich betreibe seit meinem 41 Lebensjahr wieder regelmäßig Ausdauersport. Die letzten 15 Jahre war ich als Mountainbiker unterwegs. Zweimal die Woche machte ich eine Tour bei der ich im Durchschnitt jedesmal 60 km und 600 Höhenmeter fuhr. Ich war dabei die letzten 5 Jahre als MTB Tourenführer für den ADFC tätig.

 

Ich bin jetzt 67 Jahre alt und wir haben das Jahr 2012. Seit meinem 50 Lebensjahr entwickele ich einen Tremor der rechten Hand, der von Jahr zu Jahr langsam stärker wird. Meine Hand fängt an zu zittern, wenn ich zum Beispiel ein Werkzeug besonders genau ausrichten möchte und dies nicht zusätzlich durch irgendetwas geführt wird.

Ich kann mit meiner rechten Hand alleine keinen Schraubenzieher mehr in den Schlitz der Schraube einführen. Ohne den Versuch etwas ruhig zu halten, zittert meine Hand noch nicht. Bei Aufregung und wenn ich friere ist das Zittern stärker und schneller vorhanden.

 

Die letzten 40 Jahre hatte ich ein ziemlich konstantes Körpergewicht von 72 Kp, das jedes Jahr im Dezember und Januar auf 75 Kp anwuchs und im folgenden März und April wieder auf 72 Kp abfiel.

 

Durch das regelmäßige fahren der MTB Touren mit Gleichgesinnten wurde mir mein Leistungsabfall in unregelmäßigen Abständen bald bewusst.

 

Die letzten fünf Jahre erlebe ich ein Absinken meiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mit Phasen, wo ich meine alte Leistungsfähigkeit noch erlebe und Phasen, bei denen ich keinen Berg mehr hochkomme und mich nicht mehr lange konzentrieren kann.

 

Ab und zu hatte ich auf einer Tour das Gefühl einer Unterzuckerung. Das Gefühl einer kurz bevorstehenden Ohnmacht. Nachdem ich etwas gegessen hatte, wurde es besser, so dass ich immer nach Hause gekommen bin.

 

Mein Körper gibt mir unmissverständliche Signale, was ich mir zutrauen darf und was nicht. Ich höre immer darauf. Ich habe schon Touren abgebrochen, bevor es bergauf ging, weil ich sonst einen Kollaps befürchtete.

 

Parallel zu diesem körperlichen Leistungsabfall habe ich auch einen geistigen Leistungsabfall erfahren. Ich wurde geistig langsamer. Nach zwei Stunden konzentrierter Arbeit bekam ich schon Kopfschmerzen und konnte mich nicht mehr auf ein Thema konzentrieren.

 

Grundsätzlich konnte ich schon noch alles wie vorher, nur wesentlich langsamer und nicht mehr so ausdauernd. Früher konnte ich 20 Stunden hintereinander Schachspielen, ohne zu ermüden. Konnte sogar einige Züge blind spielen. Es fühlte sich so an, als würde es nicht mehr genügend Neurotransmitter in den Synapsen meiner Neuronenverbindungen geben. So als müsste sich die Vorräte dazu erst langsam wieder auffüllen.

 

Mein Schlafbedürnis schwankte zwischen 7 und 10 Stunden. Wenn ich nur 7 Stunden benötigte fühlte ich mich am Besten. Ab und zu werde ich nachts wach und kann dann lange nicht einschlafen, was ich früher nie erlebte.

 

Mein körperlicher Schwachpunkt war schon immer mein Verdauungssystem. Ich vertrage kein Alkohol. Er wird nur langsam von meinem Körper abgebaut. Nach zwei Gläser Wein bekomme ich schon Kopfschmerzen. Seit ewigen Zeiten habe ich eine Pollenallergie, die meistens im April anfängt und bis in den November andauert.

 

Irgendwann war ich nur noch Müde, ständig erschöpft und hatte keine Energie mehr irgendetwas anzupacken. Ich mußte mich zu allem zwingen. Zum Radfahren hatte ich auch keine Lust mehr. Ich fühlte mich wie ein uralter Mann. Erstaunlicher Weise war meine psychische Stimmung trotzdem erstaunlich positiv und gelassen.

 

Im Frühjar 2009 ging ich damit zu meinem Hausarzt. Er vermutete, das es an der Schilddrüse liegen könnte. Der Bluttest zeigte nur einen leicht erhöhten Wert für den TSH Spiegel. Alle andere Parameter waren im grünen Bereich und gaben auch keinen Hinweis auf eine Entzündung der Schilddrüse.

 

Ich bestand darauf, eine Hormonersatztherapie zu versuchen und ließ mir eine Minimaldosis verschreiben. Als ich die erste Tablette L-Thyroxin 25 ug zu mir nahm erfuhr ich schon nach einer halben Stunde eine positive Veränderung meines Befindens.

 

Mein eigenes Körpergefühl war irgendwie stabiler. Wenn ich mir über meinen Kopf streichte, fühlte es sich so an, als wäre meine Kopfhaut jetzt dicker. Ich vermute, dass einfach wieder mehr Nervenenden Signale weiterleiten konnten und so eine stärkere Empfindung erlebt wurde.

 

Meine körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich dadurch nicht grundsätzlich. Die kritischen Momente der totalen Kraftlosigkeit und andauernden Müdigkeit blieben jetzt aber aus. Ich lernte mit meiner reduzierten Leistungsfähigkeit umzugehen. Ich musste die Touren mit den leistungsstarken Fahren beenden. Ich mache jetzt weniger Touren mit schwächeren Fahrern.

 

Ich erhöhte selbständig meine T4 Zufuhr entsprechend meinem Körpergefühl auf 50 ug T4 pro Tag. Da sich an meiner Gesamtsituation sich grundsätzlich nichts änderte, ging ich zu einem Spezialisten für Schilddrüsen. Nach entsprechender Blutanalyse rat dieser Spezialist mir ganz auf die Zufuhr des Schilddrüsen Ersatzhormons zu verzichten, was ich nicht getan habe. Ich war sicher, dass sie mir halfen.

 

Alle andere Blutwerte waren auch hier im grünen Bereich der Schulmedizin. Ich fahre jetzt Touren mit meiner Tochter und motiviere sie so auch zu sportlichen Aktivitäten. Es bringt unsere Familie wieder näher zusammen.

 

Ich benötige inzwischen (2012) 100 ug T4, um mich den ganzen Tag wohlzufühlen und um keine Verdauungbeschwerden zu bekommen. Meine alte Leistungsfähigkeit, körperlich und geistig ist dadurch nicht zurückgekommen. Den normalen Alltag kann ich damit aber gut meistern und geniessen.

 

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es etwas anderes sein muss, als eine Unterfunktion meiner Schilddrüse, was das Absinken meiner Leistungsfähigkeit verursachte. Es musste etwas sein, was sich nicht in den Parameter meines Blutbildes niederschlägt. Die zusätzliche Einnahme von T4 schien aber einiges kompensieren zu können.

Alterung

Ich versuche natürlich zu verstehen, was in meinem Körper abgeht. Ich glaube nicht, dass es einen natürlichen gesetzmäßigen Alterungsprozess gibt, der nicht beeinflusst werden kann. Alle Zellen sind darauf eingestellt, sich selbst zu reparieren. Funktioniert eine nicht mehr richtig, dann zerstört sie sich selbst oder sie wird zerstört, anschließend zerlegt und abgebaut und durch eine neue ersetzt, die durch Zellteilung einer Stammzelle passend erzeugt wurde.

 

Wir nehmen im Laufe unseres Lebens über die Nahrung, über die Atmung und über die Haut viele Stoffe auf, die nicht für die Regelkreise des Körpers benötigt werden oder diesen sogar schaden. Der Körper muß einen Mechanismus haben, diese Stoffe, die der Körper nicht mehr benötigt oder ihm Schaden können, wieder aus dem Körper zu entfernen.

 

Es gibt zwei Hauptwege, wie diese Stoffe ausgeschieden werden. Der eine Weg ist über die Niere und durch die Ausscheidung von Urin, der Schadstoffe enthält.

 

Der zweite Weg geht über die Leber, die Schadstoffe zerlegt und unschädlich macht. Schadstoffe landen dann im Darm und werden zum Teil ausgeschieden. Im Dickdarm wird allerdings das Wasser zurückgewonnen, um nicht so schnell zu dehydrieren. Dabei werden allerdings auch wasserlösliche Schadstoffe wieder in das Blut zurückgeschleust.

Zwei weitere Wege der möglichen Ausscheidung von Schadstoffen gehen über die Atmung und über die Haut.

 

Der Körper muß deshalb auch eine Möglichkeit besitzen, Schadstoffe, die er nicht losbekommt, irgendwo im Körper so zu speichern, dass sie die normalen Regelkreise des Körpers nicht stören. nach Ansicht der Mediziner werden Schadstoffe auch im Bindegewebe, Fettgewebe und im Gehirn eingelagert.

 

Mir kam die Idee, das Altern auch dadurch erlebt wird, dass diese Lagerdepots für Schadstoffe im Laufe der Zeit erschöpft werden. Dadurch befinden sich Schadstoffe entweder länger aktiv im Blutkreislauf, bis doch noch eine freie Lagerstatt gefunden wurde. Vielleicht wird zu diesem Zweck sogar extra Körpergewebe produziert, um Schadstoffe unschädlich einlagern zu können. Werden wir im Alter deshalb dicker?

 

Es kann natürlich auch sein, dass der altersbedingte Leistungsabfall dadurch geschieht, dass durch die Einlagerung von zu vielen Schadstoffen, einzelne Zellen ihre Normalfunktion nicht mehr dauerhaft ausführen können. Sie benötigen jetzt einfach mehr Zeit, um einen Zyklus ihrer Normalarbeit auszuführen.

 

Alle Organe und Muskeln bestehen natürlich aus einer riesigen Anzahl von Zellen, so dass Funktionseinschränkungen der Organe und der Muskeln erst im Alter, nach Erreichen einer kritischen Grenze für das Individuum als Leistungsabfall erlebt wird.

 

Wenn dies der Fall ist, dann muß eine Therapie, die geeignet ist, die Schadstoffe verlässlich wieder aus dem Körper zu entfernen, eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und damit des Wohlbefindens erreichen.

 

Ist Alterung ein langsames Vergiften? Ich werde es testen.

Entgiftung

Ich hatte viele Jahre meines Lebens einige Zahnfüllungen mit Amalgam. All diese Zähne habe ich inzwischen ziehen lassen müssen. Ich vermutete, dass ich von dem Quecksilber, das Hauptbestandteil des Amalgams ist, noch einiges in meinem Körper habe. Durch Recherchen im Internet habe ich von einer Methode erfahren, wie das Quecksilber aus dem Köper ausgeleitet werden kann.

 

Dr. Klinghardt geht davon aus, dass der häufigste Ort, wo das Quecksilber im Körper eingelagert wird, das Nervensystem, das Rückenmark oder das Gehirn ist. Die Chelatbildner, die Quecksilber mobilisieren können, wie DMPS und DMSA sind nicht geeignet, um Quecksilber aus dem Gehirn zu mobilisieren.

 

Die vorgeschlagene Entgiftungsmethode von Dr. Klinghardt ist darauf ausgerichtet, das Quecksilber aus dem Hirngewebe zu mobilisieren. Es wird dabei wieder in den Blutkreislauf gebracht. Dieser Vorgang wird durch die regelmäßige Einnahme von Koriander ausgelöst.

 

Mit dem Blut landet das Quecksilber in der Leber. Damit das Quecksilber sich nicht in der Leber oder Niere einlagert, wird ein Ausleitungsmittel für die Leber (Taraxacum) und ein Ausleitungsmittel für die Niere (Equisetum) eingenomen.

 

Die regelmäßige Einnahme dieser drei Mittel soll sicherstellen, dass das Quecksilber irgendwann im Darm landet. Im Dickdarm wird aber Flüssigkeit zurückgewonnen. Dabei kann das Quecksilber wieder in den Blutkreislauf gebracht werden.

 

Es ist deshalb notwendig, dass gleichzeitig zu den anderen Mitteln sichersgestellt wird, dass die Quecksilberverbindungen im Darm sich mit anderen Mitteln im Darm verbinden, damit sie sich aus der wasserlöslichen Phase lösen und einen großen Komplex bilden, der dann mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

 

Hierfür wird eine Dosis an Chlorellaalgen empfohlen, die dazu geeignet sein sollen, das Quecksilber zu binden.

 

Die Bindung im Darm ist sehr wichtig, um das Quecksilber wirklich loszuwerden. Zur Sicherheit nehme ich noch regelmäßig Flohsamen und deren Spelzen zur Darmsanierung ein. Außerdem nehme ich ab und zu ein paar Gramm vom Zeolith Mineral und ab und zu Kohletabletten zu mir, um die Schadstoffe loszuwerden. Ich gehe davon aus, dass nicht nur Quecksilber freigesetzt wird, sondern eventuell auch andere Schadstoffe.

 

Ich mache das jetzt schon über 5 Monaten in Intervallen. Während den Entgiftungsintervallen geht es mir schlecht. Ständige Kopfschmerzen, hauptsächlich linksseitig. Der Schädel fühlt sich zu warm an. Große Antriebslosigkeit. Lange Schlafzeiten. Schweres Aufwachen. Dicke Hände und Füße. Besonders Abends Verdauungsprobleme, und Konzentrationsprobleme.

 

Dieser Zustand ist sehr unangenehm. Wird er zu unangenehm pausiere ich für eins bis zwei Wochen. Der Übergang zwischen Entgiftungsphase und Erholungsphase ist fantastisch. Es dauert zur Zeit etwa 3 Tage, bis sich mein Zustand im positiven Bereich stabilisiert.

 

Ich benötige dann viel weniger Schlaf. Ich werde früher wach und bin sofort einsatzfähig. Ich träume dann viel intensiver, stark emotional positiv gefärbt. Ich habe dann euphorische Perioden. Ich bin dann viel aktiver und interessierter. Ich bin geistig schon viel Leistungsfähiger geworden. Meine körperliche Leistungsfähigkeit teste ich zur Zeit nicht. Mir ist das Wetter zu schlecht. (November 2012).

 

Ich gehe davon aus, dass ich diese Entgiftungsprozedur einige Jahre durchhalten muss, um meine alte Leistungsfähigeit wieder zu bekommen. Ich bin positiv.