2009: Krieg gegen Syrien: Geht alles nur um Gaspipelines?

Syriens Präsident Bashar al-Assad lehnte im Jahr 2009 die Katar-Türkei-Pipeline ab und unterzeichnete damit sein eigenes Todesurteil. Jedenfalls sehen dies einige Quellen als tatsächlichen Grund für den Syrienkrieg ab 2011.

 

Die Katar-Türkei-Pipeline sollte Gas von Katars North Field über Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien in die Türkei liefern und so den europäischen Markt versorgen. Um die Interessen des mit Syrien verbündeten Russlands zu schützen, dem größten europäischen Anbieter von Erdgas, lehnte Assad den Bau der Pipeline ab.

 

Stattdessen genehmigte er in Absprache mit Russland die sogenannte „Islamische Pipeline“ (Iran-Irak-Syrien-Pipeline), welche Erdgas vom Iran über Irak und Syrien in den Libanon liefern sollte, wodurch der iranische Einfluss auf dem globalen Erdgasmarkt massiv gesteigert werden würde.

 

Nur Wochen nachdem iranische Medien den bevorstehende Bau der Islamischen Pipeline meldeten, begannen die Unruhen in Syrien. Auf Politico schrieb Robert F. Kennedy jr., Neffe des ermordeten US-Präsidenten JFK, in einem Artikel: „In dem Moment, als Assad die Katar-Pipeline ablehnte, unterzeichnete er sein eigenes Todesurteil.“

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