2015/09: Bürgerkrieg in Libyen seit 2014

Der Bürgerkrieg in Libyen seit 2014 ist eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Truppen und Milizen der Regierung Fayiz as-Sarradsch, welche weite Teile West-Libyens mit der Hauptstadt Tripolis kontrolliert, sowie den Truppen des Machthaber Ost-Libyens Chalifa Haftar.

 

Die Vereinten Nationen gaben an, dass es bis August 2015 435.000 Binnenflüchtlinge gab und dass rund eine Million Menschen nach Tunesien geflüchtet sind.

 

Rund 2,4 Mio. Menschen in Libyen brauchen humanitäre Unterstützung, während rund 1,2 Mio. an Mangelernährung leiden oder hungern (die meisten davon im seit 2014 umkämpften Bengasi). Rund 250.000 Flüchtlinge aus anderen Ländern halten sich in Libyen auf, die oftmals gewaltsamen und sexuellen Übergriffen ausgeliefert sind oder zur Zwangsarbeit herangezogen werden.

 

Eine zusätzliche Eskalation erfuhr der Konflikt durch den Eintritt der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in die Kämpfe. Der IS rief im Herbst 2014 in Libyen ein Emirat aus, bekämpfte beide Seiten, verübte Anschläge in deren Gebieten und brachte einige Gebiete zeitweise unter seine Kontrolle.

 

In der IS-Hochburg Sirte errichteten IS-Kämpfer ein Terrorregime, geprägt von Gräueln und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 2016 verlor der IS weitgehend seine Gebiete in Libyen und ging in den Untergrund

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