1931: Faschistisches Siedlungsprogramm in Libyen

Von User:J. Patrick Fischer – corrected derivate from File:Historische Provinzen Libyens.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19627115

1931 wurden die ersten 5.000 italienischen Kolonisten in Tripolitanien angesiedelt. Doch erst mit dem neuen Gouverneur Italo Balbo, der die neue Küstenstraße Litoranea Libica bauen ließ, begann ein intensiviertes Siedlungsprogramm, vor allem in der Kyrenaika.

 

1938 kamen 15.000 Kolonisten ins Land, 1939 folgten weitere 10.000. Insgesamt waren bis 1951 500.000 vorgesehen. So entstanden die Dörfer Beda Littoria, Luigi di Savoia, Primavera (später Luigi Razza) und Giovanni Berta bis 1934, dann folgen von 1936 bis 1939 die Dörfer Baracca, Oberdan, D’Annunzio, Battisti, Mameli, Filzi, Giordani, Micca, Oliveti (der Name erinnerte an den Piloten Ivo Oliveti, der im Äthiopienkrieg umkam), Gioda, Breviglieri, Crispi, Marconi, Garibaldi, Corradini, Tazzoli, Michele Bianchi und Maddalena.

 

Für die enteigneten Libyer, die den Kolonien weichen mussten, waren Ersatzdörfer vorgesehen, doch blieb dieses Projekt bei Kriegsbeginn stecken. Es wurde überhaupt erst begonnen, weil die Zahl der Landlosen und Vertriebenen beständig zunahm und die koloniale Ordnung gefährdete.

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