1769: Mayer Amschel Rothschild wird zum Hofagenten für Prinz William IX von Hessen­Kassel

Zusammenarbeit mit den königlichen Häusern, Darlehensverträge für Kriegstruppen, welche „Friedenstruppen“ genannt werden

Unter seiner neuen Identität als Mayer Amschel Rothschild entdeckt er, dass General von Estorff jetzt dem Hof des Prinzen William IX von Hessen­Hanau, einem der reichsten königlichen Häuser in Europa verbunden ist, welches ihren Reichtum durch die Verleihung von Hessischen Soldaten an fremde Länder für grosse Profite ausübt (eine Praxis, die auch heute noch ausgeführt wird durch den Export von „Friedenstruppen“ über die ganze Welt).


Er macht deshalb die Wiederbekanntschaft des Generals unter dem Vorwand, ihm wertvolle Münzen und billige Schmuckstücke zu heruntergesetzten Preisen anzubieten. Wie geplant wird Rothschild daraufhin Prinz William selbst vorgeführt, der mehr als erfreut ist über die niedrigen Preise, die er für jene raren Münzen und Schmucksachen verlangt, und Rothschild offeriert ihm einen Bonus für jegliches weitere Geschäft, das der Prinz in seine Richtung lenken kann.

 

Rothschild wird daraufhin zum engen Bekannten des Prinzen William, und schliesst Geschäfte mit ihm und anderen Mitgliedern des Hofes ab. Er entdeckt bald, dass die Darlehensvergebung an Regierungen und Königshäuser profitabler ist als die Verleihung an Individuen, da die Darlehen grösser sind und durch die Steuern einer Nation gedeckt sind.


1769: Mayer Amschel Rothschild wird zum Hofagenten für Prinz William IX von Hessen­Kassel; der Enkel von George III; Neffe des Königs von Dänemark; und Schwiegerbruder des Königs von Schweden. 


Es wird ihm daraufhin Erlaubnis durch Prinz William gegeben, eine Plakette mit dem Wappen von Hessen­Hanau vor seinem Geschäft anzubringen, das ihn als „M. A. Rothschild, Hoflieferant Seiner Erlauchten Hoheit, Erbprinz Wilhelm von Hessen, Graf von Hanau“ ausweist. 

 

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