1991/12: Ende der Sowjetunion

1917, vor fast 100 Jahren, begann ein „Experiment“, das mit Hoffnungen und Erwartungen, aber auch mit Enttäuschungen und Gewalt verbunden war: Die Bolschewiki übernahmen nach dem kurzen Zwischenspiel einer bürgerlichen Regierung die Macht im russischen Vielvölkerreich und verwandelten es im Zeichen ihrer kommunistischen Ideologie in die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Die Folgen dieses Experiments sind bis in die Gegenwart spürbar.

 

Dies haben zuletzt wieder die Ereignisse des Jahres 2014 in der Ukraine gezeigt. Anlass genug, im Rahmen dieser Heftreihe eine völlig neu bearbeitete Geschichte der Sowjetunion in zwei aufeinander folgenden Ausgaben zu präsentieren. Im ersten Heft beschreibt ein Team von Wissenschaftlerinnen, unter Federführung von Frau Professorin Susanne Schattenberg von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, die Geschehnisse vom Revolutionsjahr 1917 bis zum Tod Stalins 1953.

 

Darin wird deutlich, wie die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution 1917 ihre Macht festigen und beginnen, den Staat nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Die agrarisch orientierte Sowjetunion soll in kürzester Zeit eine moderne Industrienation unter Führung der Arbeiterklasse werden, ihre Bewohner zu „Neuen Menschen“ geformt werden. All denjenigen, die diesem Ideal nicht entsprechen, wird der Kampf angesagt. Unter Stalin, der sich nach Lenins Tod im Politbüro durchsetzt und mit brutalen Methoden seine Macht festigt, artet diese Politik in Gewaltexzesse aus.


Erst mit seinem Tod endet das Schreckensregime.

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