Die Sexualität

Sexualität ist beim Homo Sapiens mehr als der Geschlechtsakt zur geschlechtlichen Fortpflanzung, der der Erzeugung einer befruchteten Eizelle (Zygote) in der Frau dient.


Die Sexualität dient KOSMOS generell der Vielfalt-Optimierung der Arten, welche bei der Vereinigung geschlechtsspezifischer haploider Zellen ihre unterschiedliche Gen-Sequenzen so miteinander kombiniert, dass sich eine neue Gensequenz in der neuen Zelle etabliert, welche auch die Lebenserfahrung beider Ausgangszellen mit berücksichtigt. Die Sexualität stellt so mittels der Epigenetik sicher, dass eine ständige Optimierung an die vorhandene Umwelt geschieht. Die Sexualität stellt so auch sicher, dass der ganze Ideenraum der möglichen Ideen-Kombinationen der entsprechenden Vielzeller (wie Homo Sapiens) im Laufe der Zeit verwirklicht wird.


Die generelle spirituelle Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau, die sich erst im Laufe der Evolution durch die Optimierung der geschlechtsspezifischen Rollen über die Epigenetik und das öffentliche Bewusstsein herausgebildet hat, dient der besonderen spirituellen Attraktivität zwischen Mann und Frau, die durch ihre jeweilige Unterschiedlichkeit an verwirklichten Ideen zustande kommt.


Wegen edm Trieb des ICHs nach Erkenntnis besitzt für uns alles eine besondere Attraktivität, was sich noch nicht im Bewusstsein unseres ICHs befindet, aber in unserem Umfeld vorhanden ist. Der Trieb unseres KÖRPERs zur Arterhaltung und zur Fortpflanzung verstärkt diese Attraktivität noch. Der KÖRPER überlädt sein ICH mit Geilheit bei passender Gelegenheit, damit sein ICH entsprechende Aktivitäen unternimmt, damit es zur Kopulation kommt.


Vieles, was das Frausein ausmacht, kann ein Mann sich nur dadurch verinnerlichen, dass er sich mit einer Frau zu einer neuen Entität spirituell und körperlich vereint. Da die Vereinigung nicht dauerhaft sein kann, weil das ICH schon mit seinem KÖRPER verschränkt ist, kann das ICH sich dauerhaft nur mit dem anderen ICH verschränkem. Deshalb besitzt eine Frau die permanente Attraktivität für einen Mann und anders herum.


Das gleiche gilt natürlich auch für gleichgeschlechtliche Paare, die eine ähnliche spirituelle Attraktivität füreinander besitzen. Der körperliche Trieb zur Vereinigung muss dann homophil befriedigt werden.


Sexualität hat beim Homo Sapiens immer etwas mit spiritueller Nähe der beiden ICHs zu tun.

Das Sehnen nach der Befriedigung des rein körperlichen Sexualtriebes kann zwar ohne spirituelle Nähe der beteiligten ICHs von beiden KÖRPER befriedigt werden oder sogar vom eigenen ICH.

Der reine Sexualtrieb dient vorzugsweise dem Ziel der KÖRPER zum Erhalt der Spezies des Homo Sapiens. Er dient aber auch dem Drang des Einzelnen nach Verschränkung mit anderen, um eine neue Organisation zu erzeugen, die evolutionär eine eigene, neue, komplexere Entität, eine höhere Stufe des Seins ist.


Wird in der Finalen Theorie von Liebe zwischen zwei Personen gesprochen, dann wird im Besonderen das Verlangen der beteiligten ICHs nach spiritueller Nähe, nach Vereinigung oder nach Verschränkung gesprochen.


Die Große Liebe ist die Emotion, die Beide erleben, wenn die spirituelle Vereinigung beider ICHs gelingt. Es gibt keine schönere Emotion für den Homo Sapiens, die weit über der Emotion eines körperlichen Orgasmus einzuordnen ist.


Das Streben nach der spirituellen Großen Liebe ist anscheinend nicht mehr in, weil die Materialisten die öffentliche Meinung beherrschen. Es wird nicht mehr öffentlich daran geglaubt, dass es sie gibt. Das moderne gesellschaftliche Leistungsprinzip als Wirtschaftsmotor beherrscht schon die Sexualität, nicht nur die der Jugendlichen.


Die Häufigkeit der Sexualakte und eine hohe Anzahl unterschiedlicher Sexualpartner gilt als Statussymbol und wird unbewusst und bewusst in die eigene Zielehierarchie aufgenommen. Dies erzeugt aber keine langfristige Zufriedenheit, weil es kein echtes, eigenes Ziel ist, das angestrebt wird und die Erhöhung an Vielfalt im eigenen Bewusstsein oft nur marginal ist. Unzufriedenheit wird das Ergebnis dieser Entwicklung sein.


In der westlichen Welt wird das Erlebnis der Großen Liebe deshalb immer seltener werden, weil dazu beide eine spirituelle Offenheit füreinander zulassen müssen, die schon zu früh von dem Verlangen (Ziel) nach einem ersten Geschlechtsakt und der gegenseitigen Ausnutzung für materielle Ziele überlagert wird.


Das Streben nach bequemen und einfachem Konsum aller Lebensbereiche überschattet auch das Streben nach spiritueller Weiterentwicklung. Diese Entwicklung wird durch das fortwährende “brainwashing” der Bilder und Aussagen der Werbemitteilungen und Propaganda-Mitteilungen in allen Medien angetrieben.