Ziele

Jedes ICH eines menschlichen Individuums legt sich im Laufe seines Lebens eine ganze Hierarchie von Zielen zu, die alle emotional motiviert sind, um die Triebe seiner PERSON zu befriedigen.


Die emotionale Zielehierarchie jedes ICHs muss mit besonderer Sorgfalt und wachem Bewusstsein gepflegt werden.

 

Diese Hierarchie prägt im Wesentlichen dein Weltbild. Deine Lebenszufriedenheit ergibt sich aus deinem Weltbild, wie nahe es an dem Weltbild von KOSMOS ist und wie erfolgreich DU deine Ziele darin erreicht hast.


Bist DU sehr unzufrieden mit deinem Leben, dann mußt DU deine Zielehierarchie überarbeiten. Vielleicht mußt DU deine Ziele deinen individuellen Möglichkeiten besser anpassen.


Hier entscheidet das ICH über seine eigene Lebenszufriedenheit:

  • Ist es wirklich MEIN Ziel?
  • Oder verfolge ich Ziele, die mir eingeredet wurden?
  • Unterstützt das Ziel meine echten Triebe?
  • Wie realistisch ist das Ziel für meine Möglichkeiten? Kurzfristig, mittelfristig, langfristig?
  • Wie kann ich meine Ziele realisieren?
  • Wen oder was benötige ICH dazu?

Andere Menschen und andere Entitäten sind immer potentielle Konflikt-Ursachen für die eigenen Ziele.
Deine Unzufriedenheit kommt nur von falschen Bewertungen der Wirklichkeit durch dein ICH. Nicht von den Unfähigkeiten oder Gemeinheiten anderer.


Für die Gemeinheiten eines Menschen, der als Charakterschwein erkannt und abgespeichert ist, benötigt man andere Handlungsoptionen, um Konflikte mit dieser Person im Sinne der eigenen Ziele zu bereinigen.


Wenn das ICH ein emotionales Ziel mit sich herumschleppt, von allen geliebt werden zu wollen, weil es doch so ein toller Geist ist, dann wird es viel Frust erleben müssen. Dieses Ziel ist wegen der Vielfalt der Menschen nie zu erreichen.


Ein wichtiges Ziel für jeden Menschen könnte sein, ein komplettes Portfolio an verschiedenen Handlungsoptionen zu besitzen, das von totaler Ablehnung und Tötung eines Konflikt Partners bis hin zur totalen Annahme eines Konflikt Partners reicht (Vereinigung und Verschränkung beider ICHs).


Kinder einseitig zur absoluten Unterordnung zu erziehen ist zwar bequem für die Erzieher. Es ist aber ein Verbrechen an seiner persönlichen Freiheit, werden zu können, wie es seine individuellen Freiheitsgrade ihm ermöglichen würden.


Im Laufe des Prozesses der Erkenntniserweiterung des ICHs werden seine emotionalen Ziele immer stärker mit konkreten Ausprägungen von Vorstellungen ausgebaut und mit möglichen, konkreten Handlungsanweisungen versehen. Das sind alles konkrete Ziel-Vorstellungen im dreidimensionalen Raum und damit verbundenen Ziel-Emotionen.


Manche Ziele bleiben im Stadium der Emotion stecken und sind deshalb durch den Intellekt, der sich ausbildet, nicht mehr so leicht zu erfassen, wenn den Emotionen nicht ausreichend Beachtung geschenkt wird.


Vom KÖRPER werden diese Ziel-Emotionen aber immer noch bei der Auswahl von möglichen Optionen berücksichtigt, die dann dem ICH zur Entscheidung vorgelegt werden.


Andere Ziele werden wiederum so stark mit einer großen Vielfalt an konkreten Ideen ausgeformt, dass ihre ursprüngliche Emotion leicht in den Hintergrund rückt, wenn sie nicht immer wieder damit bewusst angefordert und bewusst erlebt wird.


Wir Menschen streben nach Maximierung der positiven Emotionen und Minimierung der negativen Emotionen, weil sie uns damit in die richtige Richtung unserer Triebe leiten.


Computerspiele

Natürlich weiß jeder Jugendliche, wenn er ein Computerspiel spielt, dass es nur ein Spiel ist. Die Faszination dieser Spiele liegt in der Tatsache, dass er dort emotionale Situationen erlebt, die er im realen Leben noch nicht erlebt hat.


Aber jede Szene, die der Spieler im Spiel erlebt, wo das ICH des Spielers sich als Teil der Szene sieht, wird in seinem Weltbild abgespeichert. Hat er sie hundert Mal im Spiel erlebt, sind es mögliche Optionen, die durch seine Fantasie als reale Option in seinem Weltbild hinterlegt wurden.


Kommt so ein Jugendlicher nun im realen Leben zum ersten Mal in eine schwere Konflikt Situation, die er als sehr bedrohlich empfindet, dann hat er noch keine Handlungsoptionen zur Konfliktlösung in seinem Weltbild, die er schon in der Realität erprobt hatte.


Ihm bleibt nichts anderes übrig als eine Handlungsoption aus der Spielefantasie auszuwählen, um seinen Konflikt zu bereinigen. Sind dies Handlungsoptionen unangemessen für den Konflikt, wird er sie trotzdem genau so ausführen.


Er hat dann keine andere Möglichkeit, wenn er sich emotional für Kampf entscheidet, anstatt für Flucht oder für sich tot zu stellen.