Das Libet Experiment

Beeinflusst durch die Arbeiten von William Grey Walter untersuchte Benjamin Libet, Professor der Neurophysiologie am Medical Center der University of California in San Franzisko das Bereitschaftspotential 1979 näher.

Seine Untersuchungen ergaben, dass der bewusste Entschluss für eine Tätigkeit erst durchschnittlich ca. 0,35 Sekunden nach dem Anstieg des Bereitschaftspotentials des Körpers für diese Tätigkeit erfolgt. Unser Körper weiß anscheinend 0.35 Sekunden früher als unser Bewusstsein, was wir tun wollen und stellt sich darauf ein.

 

Neuere Untersuchungen bei der die eigentliche Fingerbewegung durch Messung der elektrischen Muskelaktivität mittels Elektromyographie (EMG) ermittelt wird, ergaben nach Korrekturen nur noch einen zeitlichen Unterschied von 0,1 bis 0,2 Sekunden.

Bestätigung

Die Befunde von Benjamin Libet wurden häufig bestätigt. Siehe beiliegende PDF Dateien.

Finale Theorie

Wegen der Ergebnisse des Libet Experiments wird oft der freie Wille des Homo Sapiens angezweifelt: “

 

Im Zwei-Geist-Modell der Finalen Theorie ist es so, dass der Körper das Gedächtnis (Weltbild) des ICHs im präfrontalen Kortex enthält, weil das ICH nur einen kleinen Arbeitsspeicher hat (siehe auch FT: Millersche Zahl). 

 

Der KÖRPER bietet seinem ICH immer so viel optimale Entscheidungs-Optionen aus dem Weltbild des ICHs an, wie noch in seinen geringen Arbeitsspeicher passen.

 

Das ICH kann sich für eine dieser angebotenen Optionen entscheiden, die der KÖRPER dann ausführt.

 

Das Bereitschaftspotential des Libet-Experiments ist das Zeichen dafür, das der KÖRPER diese Entscheidungsoptionen aus dem Neuronen-Netz (Weltbild) zusammenstellt, bevor das OCH sich für eine entscheiden kann, anschließend dem ICH anbietet und gleichzeitig alle betroffenen Synapsen zur schnellstmöglichen Ausführung der an die Optionen angeschlossenen Neuronen-Kaskaden schon vorher scharf macht, um eine schnelle Ausführung zu gewährleisten.

 

Alle Entscheidungsoptionen (Handlungsoptionen) im Weltbild des ICHs sind frühere Erkenntnisse, Entscheidungen und Bewertungen des ICHs aus ähnlichen Situationen. Deshalb ist es immer der Wille und das Verständnis des ICHs, ob ewas zur Ausführung kommt oder nicht. Nicht der Körper entscheidet.

 

Das ICH kann sich nur für eine dieser Optionen entscheiden oder für gar keine Option, abwarten und weiter nachdenken.