Wie erklärt die Physik die Existenz der Photonen und derern Freiheitsgrade Photonen existieren, weil das elektromagnetische Feld quantisiert wird: Licht besteht aus diskreten Energiepaketen. Sie sind masselose Spin‑1‑Teilchen, die sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Wegen ihrer Masselosigkeit und der Eichsymmetrie haben sie nur zwei physikalische Freiheitsgrade: die beiden transversalen Polarisationen (z. B. zwei Polarisationsrichtungen oder zirkular links/rechts).
Die Physik erklärt Photonen als die Quanten (Energiepakete) des elektromagnetischen Feldes und leitet ihre Existenz aus der Quantisierung dieses Feldes ab; ihre Freiheitsgrade ergeben sich aus der Polarisation und der Tatsache, dass sie masselose Spin‑1‑Teilchen sind, die sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen.
Warum es Photonen gibt
Im klassischen Bild ist Licht eine elektromagnetische Welle, beschrieben durch die Maxwell‑Gleichungen. In der Quantenfeldtheorie wird das elektromagnetische Feld aber nicht als kontinuierliche Welle, sondern als ein Feld quantisiert, das aus diskreten Anregungen besteht – diesen Anregungen entsprechen die Photonen.
Ein Photon ist dann ein „Teilchen“ des Lichts, das eine bestimmte Energie E=hf und einen Impuls p=h/λ trägt, wobei f die Frequenz und λ die Wellenlänge des Lichts ist. Die Existenz von Photonen wird durch Phänomene wie den photoelektrischen Effekt und die Schwarzkörperstrahlung bestätigt, bei denen Licht sich nicht wie eine klassische Welle verhält, sondern wie ein Strom von Energiepaketen.
Photonen als masselose Spin‑1‑Teilchen
In der relativistischen Quantenfeldtheorie ist das Photon das Eichboson der elektromagnetischen Wechselwirkung, also das Austauschteilchen der elektromagnetischen Kraft. Es hat Spin 1, ist aber masselos, was entscheidend für seine Eigenschaften ist.
Weil das Photon masselos ist, bewegt es sich immer mit der Lichtgeschwindigkeit c und kann nicht in Ruhe sein. Für masselose Teilchen mit Spin s gibt es nur zwei mögliche Spinzustände („Helizitäten“): +s und −s (rechts‑ und linkszirkular polarisiert), nicht alle 2s+1 Zustände wie bei massiven Teilchen.
Freiheitsgrade der Photonen
Ein Freiheitsgrad eines Teilchens ist eine unabhängige Möglichkeit, wie es sich „bewegen“ oder „zustandsmäßig unterscheiden“ kann (z. B. Richtung, Polarisation, Spinrichtung).
Für ein massives Spin‑1‑Teilchen (wie das W± oder Z) gäbe es normalerweise drei Spinzustände: +1, 0, −1 (drei Freiheitsgrade). Beim Photon ist das anders, weil es masselos ist und die Eichsymmetrie des elektromagnetischen Feldes eine zusätzliche Einschränkung bringt.
Dadurch bleiben nur zwei unabhängige Polarisationszustände übrig:
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zwei transversale Polarisationen (z. B. linear in x– und y-Richtung oder zirkular links/rechts).
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die longitudinale Polarisation („Spin‑0‑Zustand“) ist durch die Eichfreiheit und die Masselosigkeit verboten.
Man sagt daher, dass ein Photon zwei physikalische Freiheitsgrade (Polarisationsfreiheitsgrade) hat.
Warum nur zwei Freiheitsgrade?
Die Maxwell‑Gleichungen im Vakuum haben vier Komponenten (für das Viererpotential Aμ), aber nicht alle davon sind physikalisch unabhängig. Durch die Eichfreiheit kann man eine Bedingung (z. B. Lorenz‑Eichung ∂μAμ=0) wählen, die zwei Komponenten „wegtransformiert“.
Zusätzlich verlangt die Masselosigkeit, dass die Polarisation senkrecht zur Ausbreitungsrichtung steht (transversal). Für eine ebene Welle in z-Richtung bleiben dann nur die x– und y-Komponenten des elektrischen Feldes als unabhängige Schwingungen übrig – das sind genau die beiden Freiheitsgrade.
In der statistischen Physik und Kosmologie rechnet man daher mit „zwei inneren Freiheitsgraden“ pro Photon, wenn man z. B. die Zustandsdichte oder die Entropie der Hintergrundstrahlung berechnet.
Zusammenfassung
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Photonen existieren, weil das elektromagnetische Feld quantisiert wird: Licht besteht aus diskreten Energiepaketen.
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Sie sind masselose Spin‑1‑Teilchen, die sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen.
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Wegen ihrer Masselosigkeit und der Eichsymmetrie haben sie nur zwei physikalische Freiheitsgrade: die beiden transversalen Polarisationen (z. B. zwei Polarisationsrichtungen oder zirkular links/rechts).
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