Reproduktionsstrategien Wie vermehren sich Parasiten eigentlich? Ob Amöben Sex haben, wie viele Eier ein Bandwurm produziert, bis hin zum Überlisten von Möwen: hier sind unsere Top-Stories zum Thema „Reproduktionsstrategien“.
Wie vermehren sich Parasiten eigentlich? Ob Amöben Sex haben, wie viele Eier ein Bandwurm produziert, bis hin zum Überlisten von Möwen: hier sind unsere Top-Stories zum Thema „Reproduktionsstrategien“.
Einzeller – mal mit mal ohne Sex

Der einfachste Fall ungeschlechtlicher Vermehrung ist die Zweiteilung der Zelle, wie sie bei Einzellern, etwa der Ruhramöbe oder dem Erreger der Schlafkrankheit, Trypanosomen, vorkommt. Dabei wird das Erbgut unverändert weitergegeben, es entstehen identische Tochterzellen.
Manche Einzeller haben die ungeschlechtliche Fortpflanzung in erstaunlichen Dimensionen perfektioniert: Bei der Vielfachteilung können aus einer Zelle bis 100.000 Tochterzellen gleichzeitig entstehen. So können sich die Erreger sehr schnell vermehren.
Doch auch Einzeller wechseln in ihrem Lebenszyklus ungeschlechtliche mit sexuellen Phasen ab, um ihr Erbgut mit dem eines Partners zu vermischen.
Die Masse macht’s: Einer wird es schaffen

Fische werden zur leichten Beute

Manche Parasiten entwickeln sich über mehrere Stadien und bedienen sich dazu verschiedener Wirte. Oft bedeutet das, dass der sogenannte Zwischenwirt vom Endwirt gefressen werden muss.
Viele Parasiten warten aber nicht passiv auf dessen Erbeutung, sondern erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Wirtswechsels. Infizierte Zwischenwirte reagieren langsamer oder zeigen auffällige Verhaltensweisen, wodurch sie ihren Fressfeinden leichter zum Opfer fallen.
Fische, die mit dem Bandwurm Ligula intestinalis infiziert sind, fallen durch den unförmig angeschwollenen Bauch auf und schwimmen häufig mit dem Bauch nach oben, dicht an der Wasseroberfläche. Das bleibt Fisch fressenden Vögeln nicht verborgen, und sie haben leichtes Spiel mit dieser Beute.
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