Ich bin heute 81 Jahre alt und beginne damit mein Lebenslauf aus meiner eigenen Sicht zu beschreiben. Ich denke, es war kein ganz gewöhnliches Leben, obwohl jedes Leben einzigartig verläuft.

 

Mit ca. 3 Jahren habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen. Ich habe mich von meinen Bezugspersonen (Eltern) innerlich getrennt. Ich konnte ja nicht wissen, was das für starke Konsequenzen für mich haben wird.

 

Ich fühlte mich vernachlässigt, weil die Zuwendungen und die körperliche Nähe meiner Mutter schlagartig nachgelassen haben, weil sie ihre ganze Aufmerksamkeit nun meinem neuen Bruder gewidmet hat. Ich fühlte mich alleingelassen in der Welt.

 

Durch meinen demonstrativen inneren Rückzug, der sich natürlich auch äußerlich zeigte, erhoffte ich mir wohl die erneute Aufmerksamkeit meiner Mutter zurückzugewinnen. Ich habe mich häufiger in Felder und Scheunen versteckt, bis man mich gesucht und gefunden hat. 

 

Ich habe angefangen darauf zu warten, dass mich jemand in den Arm nimmt und nie wieder loslässt. Das ist erst mit 31 Jahren im übertragenen Sinne durch meine superstarke Frau passiert. Und gemerkt habe ich es erst mit über 70 Jahren.

 

Es war kurz nach dem zweiten Weltkrieg als ich auf die Welt kam und meine Mutter hatte viel damit zu tun ihre 6 Kinder über die Runden zu bringen. Mein Vater war da keine große praktische Unterstützung. Mein Anspruch nach Nähe und Aufmerksamkeit war sicher sehr egoistisch. Aber was kannst du als Kleinkind machen, wenn du ohne unglücklich bist.

Dieser innere Rückzug hat anscheinend etwas in meinem Geist (Bewusstsein) fundamental verändert, was ich erst heute im Rahmen der Finalen Theorie langsam beginne zu verstehen. Ich glaube ich habe damit meine Kontakt zu dem Schöpfer der Welt (Die Liebe) einseitig abgebrochen. Alle Entitäten, so auch Menschen sind im Schöpfer miteinander verbunden.
 
Ich habe meine eigene Erlebnisfähigkeit dadurch immens eingeschränkt.
 
Meine beginnende große Einsamkeit war durch meinen inneren Rückzug festgelegt. Ich war aber dabei nur selten alleine. Ich war immer mit anderen Kindern und Jugendlichen unterwegs gewesen. 
 
Sich selbst nicht mehr mit anderen verbinden oder vereinen zu wollen ist ein grober Verstoß gegen alle Regeln meiner Triebe und der kosmischen Evolution. Mein Körper kann mir für diese Entscheidung nur unangenehme Emotionen geben.
 
Erst als ich mir vornahm, das alles verstehen zu wollen, wurde es etwas besser, und mein KÖRPER unterstützte mich bei diesem neuen Ziel des Verstehens, daß ich niemals mehr ablegte.
 
Erst mit 58 Jahren konnte ich im Rahmen einer Psycho-Therapie  etwas von dieser Verbindung zurückgewinnen und ein bischen meine eigene Situation verstehen (erfühlen).
 
Heute mit 81 Jahren habe ich wieder einen gute Kontakt zu meinem Schöpfer, sehe mich als Einheit zwischen allen anderen Entitäten des Universums. Ich bin auch im Reinen mit meiner Mutter, die ich heute sehr verehre, da ich nun ein gutes Verständnis dafür habe, was sie für uns Kinder geleistet hat, trotz ihres eigenen, schweren Schicksals.
 
Liebe ist die Lösung für alles Leiden.